Seminar für Europäische Ethnologie/Volkskunde

Martina Maria Röthl, PhD

Johanna-Mestorf-Straße 5, R. 206
Telefon: +49 431 880-3182
Telefax: +49 431 880-1705
roethl@volkskunde.uni-kiel.de

Sprechstunde

  • in der vorlesungsfreien Zeit: 19.02., 26.02., 12.03. und 02.04. jeweils 14.30-15.30 Uhr
  • im Semester: jeden Dienstag von 14.30 bis 15.30 Uhr
    sowie nach Vereinbarung

Informationen über Martina Maria Röthl, PhD

Vita

2004 bis 2008: Bachelorstudium Europäische Ethnologie (Volkskunde) an der LFU Innsbruck
2008 bis 2009: Magisterstudium Europäische Ethnologie (Volkskunde) an der LFU Innsbruck; Magisterarbeit: „Was heißt hier Balkan? Ex- bzw. postjugoslawische ZuwandererInnen in der Marktgemeinde Telfs. Selbst- und Fremdzuschreibungen nach ‚ethnischen’ Kategorien“
2010 bis 2015: Doctor of Philosophy, Doktoratsstudium Geschichtswissenschaften und Europäische Ethnologie an der LFU Innsbruck. (Promotionsprojekt, gefördert von der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, dem Vizerektorat für Forschung der LFU Innsbruck und dem den Tiroler Wissenschaftsfonds)
2012: Ausstellungsprojekt „erbe kulturraum sölden“: andenken einpacken. souvenirs in sölden“ (gemeinsam mit Niko Hofinger und Petra Paolazzi)
2013 bis 2015: wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Geschichtswissenschaften und Europäische Ethnologie der LFU Innsbruck
Oktober 2015: Promotion mit der Arbeit „Normale Leute“. Tiroler Privat(zimmer)vermietung, Tourismus als Dispositiv und die Aneignung von Subjektivität“
Januar bis Mai 2016: Gastaufenthalt an der Universität Bristol; Einzelfallstudie zur Subjektposition des „männlichen caregivers“
Seit Oktober 2016: Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Seminar für Europäische Ethnologie/Volkskunde an der CAU zu Kiel
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Martina Röthl ist Mitglied der Deutschen Gesellschaft für Volkskunde (dgv), des Österreichischen Fachverbands für Volkskunde und der Kommission Arbeitskulturen der dgv. Seit Juni 2018 ist sie stellvertretendes Mitglied des Fakultätskonvents der Philosophischen Fakultät der CAU Kiel und Mitglied im Fachprüfungsausschuss des Seminars für Europäische Ethnologie/Volkskunde.

 

Forschungsschwerpunkte

  • Diskurs- und Dispositivforschung
  • Erzählforschung
  • Tourismusforschung
  • Geschlechterforschung.

Publikationen

  • „Wen die Götter verderben wollen, den schlagen sie mit Blindheit." Über Denkfiguren des Zukünftigen und den empirischen Zugriff auf Subjektivierungsprozesse. Beitrag im Tagungsband zur Hochschultagung der Deutschen Gesellschaft für Volkskunde (dgv) vom 20. bis 22. September 2018 in Bonn. [Erscheint 2020 in der Reihe „Bonner Beiträge zur Alltagskulturforschung"].

  • Care-Arbeit - zur Logik innerfamiliärer Tauschgeschäfte: Motive, Symptome und Effekte. Beitrag im Tagungsband zum 41. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Volkskunde (dgv) vom 20. bis 123. September 2017 in Marburg [Erscheint im Herbst 2019].

  • Tiroler Privat(zimmer)vermietung. Dispositive Bedingungen. Subjekteffekte. Aneignungsweisen. Münster 2018.

  • Über Institutionen und Personen „guten Willens“. Tourismus zwischen Gemeinwohl, Überzeugungen und Einzelinteressen. In: Rolshoven, Johanna/Schneider Ingo (Hg.): Dimensionen des Politischen. Ansprüche und Herausforderungen der Empirischen Kulturwissenschaft. Berlin 2018, S. 399-407.
  • „Ein bisschen falsch sein muss man ja!“ Logiken der Gastlichkeit als emotionale Vorgaben. In: Beitl, Matthias u.a. (Hg.): Emotional Turn?! Europäisch ethnologische Zugänge zu Gefühlen & Gefühlswelten. Wien 2016, S. 227-238.
  • „Normale Leute“. Tiroler Privat(zimmer)vermietung, Tourismus als Dispositiv und die Aneignung von Subjektivität. Dissertation. Innsbruck 2015.
  • „Und trotzdem ist sie manchmal bei Serviettenfaltkursen stehen geblieben“. #Frau #Tourismus #Bedürfnisse verhandeln. In: aep informationen. Feministische Zeitschrift für Politik und Gesellschaft 41 (2014), Heft 4, S. 22-26.
  • Interessen an der Sommerfrische. Über instruktive Bilder, Gegenentwürfe und harmlose Hoffnungsträger. In: Brigitta Schmidt‐Lauber (Hg.): Sommer_frische. Bilder. Orte. Praktiken. Wien 2014, S. 143‐170.
  • „Wir müssen immer versuchen, der Vermieterin die Arbeit zu erleichtern.“ Subjektivierungsprozesse, Arbeit, touristische Dienstleistungs‐Praktiken ‒ das Beispiel Privatvermietung Tirol. In: Seifert, Manfred (Hg.): Die mentale Seite der Ökonomie. Gefühl und Empathie im Arbeitsleben. (Kleine Schriften zur sächsischen Geschichte und Volkskunde, Bd. 31). Dresden 2014, S. 91‐107.
  • Tiroler Privatvermietung: „Und sie waren das alle so gewöhnt“/Tyrolean B&Bs, Voyage: Jahrbuch für Reise- & Tourismusforschung 10 (2014), S. 137-146.
  • „Das hat mich ausgehoben“ Ekel, Wissensordnungen und touristische Beherbergung. In: Schweizerisches Archiv für Volksunde 109 (2013), S. 183-201. (Zweitveröffentlichung in: bricolage. Innsbrucker Zeitschrift für Europäische Ethnologie, Nr. 8).
  • […] man ist halt still gewesen. Vom Schweigen privater Beherbergerinnen zur Vielstimmigkeit des Nicht‐Diskursiven. In: Kuckuck. Notizen zur Alltagskultur 2012, Heft 1, S. 42‐47.

Vorträge und Workshops

  • „Wen die Götter verderben wollen, schlagen sie mit Blindheit." Über Denkfiguren des Zukünftigen und den empirischen Zugriff auf Subjektivierungsprozesse. Vortrag bei der Hochschultagung der Deutschen Gesellschaft für Volkskunde (dgv) vom 20. bis bis 22.09.2018 in Bonn: PLANEN. HOFFEN. FÜRCHTEN. ZUR GEGENWART DER ZUKUNFT IM ALLTAG.
  • Care-Regime: Zur Vernutzung informeller Arbeit und warum „wir“ darüber reden müssen. Referat im Rahmen der Vortragsreihe „Frauen und  Männer im Gespräch“ (Gleichstellungsstelle der Fern-Universität Hagen in Kooperation mit dem Emil Schumacher Museum) am 13. März 2018 in Hagen.
  • Care-Arbeit – zur Logik innerfamiliärer Tauschgeschäfte: Motive, Symptome und Effekte. Vortrag beim 41. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Volkskunde (dgv) vom 20. bis 23. September 2017 in Marburg: Wirtschaften. Kulturwissenschaftliche Perspektiven.
  • „Das Politische: Felder zwischen Gemeinwohl, Überzeugungen und Einzelinteressen? Über Institutionen und Personen „guten Willens“. Vortrag bei der 28. Österreichischen Volkskundetagung vom 25. bis 28. Mai 2016 in Graz: Dimensionen des Politischen. Ansprüche und Herausforderungen der Empirischen Kulturwissenschaft.
  • Wir wollen, wir können, wir werden …  „Euer“ Problem mit dem Selbstbewusstsein? Vorträge und Workshops zur Rückvermittlung von Ergebnissen aus dem Dissertationsprojekt zur Tiroler Privatvermietung. Durchgeführt in Zusammenarbeit mit der Abteilung für Tourismus der Landesregierung Tirol und dem Verband der Tiroler Privatvermieter. Pilotveranstaltung am 18. Mai 2016 in Zams.

  • Authentizität als Feld-Kategorie. Feld-Begriffe ernst(er) nehmen. Vortrag beim HabilitandInnenkolloquium 2016: doing authenticity – Herstellung des Echten. ARGE „Kulturelle Dynamiken“ der Österreichischen Forschungsgemeinschaft in Kooperation mit dem Forschungsschwerpunkt „Kulturelle Begegnungen – Kulturelle Konflikte“ der Universität Innsbruck am 13. Mai 2016 an der Universität Innsbruck.

  • „Weil sie Angst hatten, dass sie dort bestohlen und ausgenommen werden!“ Tourismus als Dispositiv: Gelernte (Un-)Sicherheit, gewordene Rationalität, gefühlte Autonomie … Vortrag bei der Tagung: Der Alltag der (Un)Sicherheit. Ethnographisch-kulturwissenschaftliche Perspektiven auf die Sicherheitsgesellschaft. 06. bis 07. November 2015 in Graz.
  • „Und trotzdem ist sie manchmal bei Serviettenfaltkursen stehen geblieben.“ Frau. Tourismus Tirol. Bedürfnisse verhandeln“. Vortrag und Ausarbeitung/Leitung von Workshops bei der Tagung „Tourismus und Regionalentwicklung in Tirol. Vorsorgende Perspektiven“, 08. April 2014 in Innsbruck.
  • Zum Narrativ der Nutzung emotionalen Kapitals: „Ein bisschen falsch sein muss man ja!“ Vortrag bei der 27. Österreichischen Volkskundetagung. Emotional turn?! Kulturwissenschaftlich- volkskundliche Zugänge zu Gefühlen & Gefühlswelten. 29. Mai bis 1. Juni 2013.
  • „Wir müssen immer versuchen, der Vermieterin die Arbeit zu erleichtern“ – Subjektivierungsprozesse, Arbeit, touristische Dienstleistungs-Praktiken. Vortrag bei der 16. Arbeitstagung der Kommission Arbeitskulturen der Deutschen Gesellschaft für Volkskunde. Die mentale Seite der Ökonomie: Care-Management, Gefühl, Empathie. 21. bis 23. März 2013 in Dresden.
  • Was bin ich? Oder: Das Subjekt als Leerstelle? Workshop „Subjektbegriffe der Europäischen Ethnologie“. 10. Bis 12. Dezember 2012 an der Georg-August-Universität Göttingen.
  • Verhältnisbestimmungen: Das Dispositiv-Modell als kulturanalytisches Konzept für die Tourismusforschung. Vortrag bei der 10. Tagung der Kommission für Tourismusforschung der Deutschen Gesellschaft für Volkskunde. Mobilitäten. Für einen Paradigmenwechsel in der Tourismusforschung. 20. bis 22. September 2012 in Graz.

 

Lehrveranstaltungen

Lehrveranstaltungen 2016 - 2019

 

Sommersemester 2019:
•    Was ist „Arbeit“? Deutungsangebote populärer Formate
•    „Arbeit“ in der Serienwelt: Übungen zur qualitativen Medienanalyse.
•    Im Schatten des Körpers revisited. Methodische Zugänge zu Körper und Körperlichkeit.
•    Im Schatten des Körpers revisited. Material generieren, Quellen befragen

Wintersemester 2018/19:
•    Foucault und die Volkskunde? Eine Standortbestimmung
•    Foucault und die Volkskunde? Verhältnisbestimmungen
•    Kollektivierungs- und Subjektivierungsprozesse: Empirische Zugriffe
•    Kollektivierungs- und Subjektivierungsprozesse: Aneignung zwischen Ermöglichung und Zwang

Sommersemester 2018:
•    Sachkultur und Museum – Materialität – Diskurs – Praxis: Dinge ZEIGEN
•    Projektseminar: Ich und Du. Neue(?) Formen des Zwischenmenschlichen (Teil II)
•    „Dringlichkeit“. Subjekt und Subjektivität
•    Historizität, Kontinuität, Wandel. Annäherungen an „das Zeitgenössische“

Wintersemester 2017/18:
•    Einführung in die Europäische Ethnologie/Volkskunde
•    Projektseminar: Ich und Du. Neue(?) Formen des Zwischenmenschlichen (Teil I)
•    Das Wissen der Dinge

Sommersemester 2017:
•    Öffentliche Kulturarbeit und Medien
•    „Krisenbefunde“: Zeitdiagnosen und Zeitgeister
•    Repräsentationen „gelungenen“ Lebens

Wintersemester 2016/17:
•    Proseminar Kulturtheorien
•    Souvenirs, Souvenirs: Keine(!) Kulturgeschichte des Reise-Andenkens …
•    Gender, „Genderismus“, Antigenderismus: Bezugnahmen auf die Kategorie Geschlecht als identitätsstiftende Praktiken?

 

Betreute Qualifikationsarbeiten

Betreute Qualifikationsarbeiten

Hinzmann, Hannah: Nachhaltiger Tourismus in Schleswig-Holstein. Vom sanften Tourismus zur „Tourismusstrategie Schleswig-Holstein 2025“ (November 2018).
Klingsporn, Janning: Vermittelte und wahrgenommene Bilder einer Firma und ihrer Mitarbeiter*innen (August 2018).
Knuth, Mareike: Berufsbild Friedwald-Försterin. Ein Annäherungsversuch (Juni 2018).
Kroschowski, Maike: Die Sorge um den Nachwuchs im Raumausstatter-Handwerk – eine europäisch-ethnologische Annäherung (laufend).
Krümmel, Annika: Erinnerungen an das Jahr 1968 (laufend).
Sali, Yasemin: Körperbilder: Schönheitshandeln im Kontext gesellschaftlicher Normen (September 2018).
Schröder Joana: „Unverpackt“ als Lebensstil. Eine empirische Annäherung (August 2018).
Stark, Malika: Bilder „weiblicher“ Erwerbsarbeit: Über mediale Repräsentationen zur subjektiven Aneignung (November 2018).

Zweitgutachen – Bachelorarbeiten:

Kleinfeld, Alexander: Das Fitnessstudio – Zur atmosphärischen Aufladung eines Raums (Juni 2017).
Müller, Sophie: Das Frauenbild in der westdeutschen Anzeigenwerbung 1955 – 1959 (Juni 2018).
Reinke, Lena: Verkehrsfläche Wohnungsflur – Funktion und Zuschreibungen am Beispiel des Hamburger Mietshauses seit den 1950er Jahren (November 2017).
Wolf, Alexandra: Feministische Praktiken auf Instagram – eine qualitative Annäherung (September 2017).

 

Zweitgutachten – Masterarbeiten:

Anger, Charlotte: Zuhause zwischen Atlantikküste und Deutschland. Eine Untersuchung des subjektiven Verständnisses der individuellen multilokalen Lebenswelt deutscher Langzeittourist*innen in dem französischen Feriendorf Centre Helio Marin in Vendays-Montalivet (Oktober 2018).
Babayan, Ludmilla: Essen, kulturelle Identität und Erinnerung – Ernährungspraktiken von Migranten und Migrantin­nen zweiter Generation in Deutschland (Oktober 2018).
Fröhlich, Kristine: Ja, ich will! Zur Transformation des Rituals Hochzeit (September 2018).
Nolte, Andrea: Ein Wettrennen über die Landesgrenzen. BAchpacking als kompetetive Praxis (September 2018).
Pusback, Maren: „Kultur im Heim". Zur ideellen Aufladung des Wohnens am Beispiel einer Wohnfachzeitschrift 1968-1971 in der DDR (laufend)
Röhreke, Friederike: Erwerbsarbeit als Merkmal von Identitätsarbeit in der postmodernen Gesellschaft. Die „Generation Y“ zwischen medialer Repräsentation und Selbstbeschreibung (August 2018).