Seminar für Europäische Ethnologie/Volkskunde

Studienprojekte

Studienprojekt von Prof. Dr. Silke Göttsch-Elten im Rahmen des Projektseminars "Forschendes Lernen"

Prekäre Lebenswelten: historische und aktuelle Zugänge zu Armut

Armut ist ein Thema, das in allen Gesellschaften von hoher Aktualität ist. Das Verständnis aber, was eine Gesellschaft unter Armsein bzw. prekären Lebensverhältnissen versteht, ist sehr unter­schiedlich. Im Projektseminar soll das Thema Armut sowohl in seiner historischen Dimension, v. a. aber mit Bezug auf heutige Debatten  eruiert werden. Dabei geht es sowohl um die konkrete Le­benssituation von Menschen in prekären Verhältnissen wie auch um gesellschaftliche Diskurse über Armut, die ja gerade mit Blick auf die gegenwärtige Flüchtlingssituation neu perspektiviert werden. Im Rahmen des Projektes sollen eigene Forschungsprojekte entwickelt und umgesetzt werden.

Als Ergebnis soll eine Posterpräsentation erstellt werden.

 

Studienprojekt von Dr. Cornelia Eisler im Rahmen des Projektseminars 'Forschendes Lernen'

Internationale Volkskunde? Fachgeschichte und Minderheitendiskurs in der Zwischenkriegszeit
Seine Einführung im ersten Jahrbuch für vergleichende Volkskunde von 1948 begann Will-Erich Peuckert mit der Aussage „Die Volkskunde ist eine nationale wie eine internationale Wissenschaft.“ Die Beschränkung des Faches auf national(istisch)e Aspekte führte er hauptsächlich auf die Jahre der nationalsozialistischen Diktatur zurück. Inwieweit kann demnach die Volkskunde vor 1933 als internationale Wissenschaft angesehen werden? Mit dieser Frage als Ausgangspunkt sollen im Rahmen des Projektes Möglichkeiten diskutiert werden, wie Peuckerts Aussage aus der heutigen Perspektive wissenschaftlich geprüft werden könnte. Die Teilnehmer/innen ermittelten zunächst den fachgeschichtlichen Kontext und den Forschungsstand. Entsprechend eigenständiger Fragestellungen recherchierten sie Literatur sowie Quellenmaterial. Das Ziel war die Zusammenstellung eines Text- und Quellenkorpus, der mittels qualitativer Methoden und mit Hilfe der Software MAXQDA ausgewertet wird. Ergebnis des Projektes waren sowohl fachgeschichtliche als auch methodisch-reflektierte Beiträge, die auf der eigenen Projekt-Website publiziert sind.