Seminar für Europäische Ethnologie/Volkskunde

Ausstellungsprojekt im Freilichtmuseum Molfsee

7. Juni - 31. Oktober

Kiel in den 60ern - Zwischen Aufbruch und Gemütlichkeit

Familie

                                                   Foto: Privatbesitz, 1963

1965 ist für die Stadt Kiel ein ereignisreiches Jahr: Das Schleswig-Holsteinische Freilichtmuseum in Molfsee öffnet seine Tore, die Universität feiert ihr 300jähriges Bestehen und in Mettenhof wird der Grundstein für einen neuen Stadtteil gelegt.


Diese drei Ereignisse stehen exemplarisch für die Veränderungen der 1960er Jahre. Im Freilichtmuseum werden Bauwerke einer vorindustriellen ländlichen Kultur gezeigt, während auf dem Land solche Gebäude mehr und mehr verschwinden. Mit Mettenhof entsteht eine jener für die 60er Jahre typischen „Trabantenstädte“ und die Universität wird nur kurze Zeit später zum Ort von z. T. mit großer Schärfe geführten politischen und gesellschaftlichen Diskussionen. Die Ausstellung thematisiert diese Veränderungen entlang vieler Fotografien. Der Titel „Zwischen Aufbruch und Gemütlichkeit“ steht für das Spannungsverhältnis dieses Jahrzehnts zwischen Wirtschaftswunder und rasanter Modernisierung.


Die im Haus aus Böel-Schuby gezeigte Ausstellung wurde konzipiert von Studierenden im Masterstudiengang Europäische Ethnologie/Volkskunde an der Universität Kiel unter der Leitung von Prof. Dr. Silke Göttsch-Elten und wird im Rahmen des Museumsgeburtstages eröffnet.