Seminar für Europäische Ethnologie/Volkskunde

Schriftenreihe "Praxis und Kultur"

Schriftenreihe "Praxis und Kultur" im Cuvillier-Verlag, Göttingen


 

Andreas E. Schmidt (Hg.):
Zwischen Virtuosität und Struktur. Kulturanthropologische Reflexionen zu Gestaltungsprozessen im Alltag (Praxis und Kultur, Bd. 4). Göttingen 2015

 


Wie frei ist der Mensch in seinen Vorstellungen, Handlungen und Interpretationen? Ist er ein immer schon unterworfenes Subjekt, dessen Existenz, Ausdrucksformen und Ausdrucksmittel von autopoietischen Institutionen bestimmt und modelliert werden? Reagiert er nur auf befestigte kulturelle Konstruktionen und Strukturen oder ist er Kreator sich ständig erneuernder kultureller Verhältnisse?

 

Ute Bergmann
Glücksversprechen. Diskursive Formationen einer Verheißung (Praxis und Kultur, Bd. 3). Göttingen 2013.

 

Was ist Glück? Offenbar existiert ein Markt für die Beantwortung dieser Frage, denn in den letzten Jahren ist dieses eigentlich sehr alte Thema variantenreicher Dauergast in unterschiedlichen Massenmedien. Mit Hilfe einer wissenssoziologischen Diskursanalyse wird in dieser Studie dargestellt, wie Presse und Ratgeberliteratur Glück konzeptionell fassen, wie sie es inhaltlich aufladen und damit maßgeblich an der Formierung der Vorstellungen von Glück beteiligt sind.

 

Johannes Steffen
Wie Manager gemacht werden. Eine empirische Untersuchung an einer Business School (Praxis und Kultur, Bd. 2). Göttingen 2012.

 

In der öffentlichen Wahrnehmung wird der Beruf des Managers, trotz der jüngsten Verwerfungen, mit hoher Kompetenz und Durchsetzungsvermögen verbunden. Die Relevanz dieser Eigenschaften entfaltet sich dabei zweifach: zum einen im täglichen Handeln, zum andern in der gewünschten Wahrnehmung. Während eines dreiwöchigen Feldforschungsaufenthaltes an einer Business School in Deutschland wurde der Frage nachgegangen, auf welche Weise diese kulturellen Praxen eingeübt werden und wie sie von den jungen Studierenden integriert, modifiziert und inszeniert werden.

 

Peter Hinrichs
Wacken. Ein Dorf wird Metropole und Marke (Praxis und Kultur, Bd. 1). Göttingen 2011.

 

Der Ort Wacken verwandelt sich einmal im Jahr von einer ländlichen Gemeinde zur Bühne eines internationalen, multimedialen Spektakels. Das Wacken Open Air hebt die ursprünglichen Markierungen des Dorfes auf und macht es zum Reiseziel von 75000 Menschen aus der ganzen Welt. Dabei entsteht ein neuer sozialer und kultureller Raum, der verschiedenste Gruppen von Menschen auf engem Raum zusammenführt. Wacken wird innerhalb dieses Zeitraums zu einem Ort, an dem sich die Heavy-Metal-Szene der ganzen Welt trifft: es wird zu einem "globalen Dorf". Daneben wird der Name Wacken in die ganze Welt exportiert und wird so zu einer Markenbezeichnung für einen Lebensstil und eine Atmosphäre. Die Verwandlung und Genese dieses Raumes steht im Mittelpunkt dieses Buches.