Seminar für Europäische Ethnologie/Volkskunde

Aktuelle Forschungsprojekte

„When Worlds collide“ - Metal und Hardcore als kreative Welten. Zum Verhältnis von Kreativität, Praxis und Lebenswelt in (Musik)Szenen. (Arbeitstitel).

Mein Forschungsinteresse im Feld der Metal Studies fokussiert sich auf die kreativen Prozesse, die aus dem Verhältnis zwischen Einzelnen und Vielen hervorgehen. Die Metal- und Hardcore-Szene als Kollektive bilden in dieser Hinsicht einen soziokulturellen Rahmen in den Formen der Agency in Relation zu einer spezifischen symbolischen Ordnung stehen. In meiner laufenden Promotion beschäftige ich mich vor allem mit dieser Spannung zwischen Kollektiv und Individuum, den dabei identifizierbaren  Formen von Subjektivierung und Praxis, die zwischen Handlungspotenzial und Handlungsbeschränkung oszillieren. Kreativität bildet in dieser Hinsicht einen Schlüsselbegriff, dessen mannigfaltige Bedeutungen in unterschiedlichen Diskursen, wie den mythischen Bezügen aus der griechischen Antike und frühen Philosophie, den Vorstellungen aus Kunst und Ästhetik sowie Modellen aus der Psychologie,  Veränderungen und Erneuerungen erkennen lassen.


Aus einer kulturanthropologischen Perspektive der Europäischen Ethnologie/Volkskunde erforsche ich die kreativen Potenziale in der Metal- und Hardcore-Szene mit empirischen Ansätzen, die sich aus Interviews, Medientextanalysen und teilnehmenden Beobachtungen speisen.

English Summary:

This contribution deals with creativity in the context of metal and hardcore scenes. The forms of creative und thus musical expression can be interpreted as results of a dialectical relationship between the individual and the scene's culture. My research will highlights this process and discusses the various semantic shifts of creativity that occur throughout the genres.