Seminar für Europäische Ethnologie/Volkskunde

Forschungsprojekte

 

  • 2016: „Private“ Angehörigenpflege? Zur Subjektposititon des männlichen caregivers (Einzelfallstudie, Feldaufenthalt in Bristol, UK)

  • 2010 bis 2015: „Normale Leute“. Tiroler Privat(zimmer)vermietung, Torurismus als Dispositiv und die Aneignung von Subjektivität. (Gefördert von der Österreichischen Akademie der Wisenschaften, dem Vizerektorat für Forschung (LFU) und dem Tiroler Wissenschaftsfonds)

  • 2008/09: „Was heißt hier Balkan? Ex- bzw. postjugoslawische Zuwanderinnen in der Marktgemeinde Telfs. Selbst- und Fremdzuschreibungen nach ´ethnischen´ Kategorien.
     

 

Laufendes Forschungsprojekt

 

Zum Subjektivierungspotenzial „feministischer“ Diskurse
Bezugnahmen auf die Kategorie Geschlecht als identitätsstiftende Praxis


Das im Bereich der Geschlechterforschung angesiedelte Projekt zielt auf Subjektivierungspotenziale, die feministische Diskurse bereithalten. Bezugnahmen auf die Kategorie Geschlecht sind als identitätsstiftende Praktiken aufgegriffen, die mit – jeweils zu identifizierenden – dispositiven Bedingungen korrespondieren. Antifeministische bzw. so genannte „antigenderistische“ Diskurse werden als Gegendiskurse untersucht, die Rückvermittlung betreffende Aspekte werden von vorneherein mitgedacht.

Die Untersuchung setzt bei biographischen Repräsentationen von Personen an, die sich selbst als Feministinnen/Feministen verstehen. Mithilfe von Schreibaufrufen und narrativen Interviews wird Datenmaterial generiert, das zunächst im Hinblick darauf untersucht wird, was die Akteurinnen und Akteure überhaupt als feministischen Diskursen zugehörig ausweisen. Ziel ist hier u.a. die Klärung der Frage, wovon die Rede ist, wenn aktuell von Feminismen (Plural) gesprochen wird. In weiteren Schritten wird untersucht, welche Subjektivierungsangebote die Akteurinnen und Aktuere implizit oder explizit als ermöglichend beschreiben (Analyse der Vorgabenseite) und wie sie solche praktisch aufgreifen (Subjektivierungs- und Aneignungsweisen, „tatsächliches“ Aufgreifen von Identitätsangeboten). Gleichzeitig werden aber auch als solche beschriebene Überforderungen in den Blick genommen, die mit aus feministischen bzw. frauenemanzipatorischen Diskursen stammenden Subjektvorgaben in Zusammenhang stehen.

Da identitätsstiftende Praktiken mit jeweils bestimmten Formen von Subjektivität zusammenspielen und der empirischen Frage nach den Aneignungspraktiken die Frage nach der Genese emotionaler Verfasstheiten implizit ist, sind Ergebnisse zu erwarten, die im Hinblick auf die Entwicklung von Rückvermittlungsstrategien (Rückvermittlungskonzepte, Kulturvermittlung, Praxistransfer) anschlussfähig sind.

 

Lehrforschungsprojekt

 

„Ich und Du. Neue (?) Formen des Zwischenmenschlichen“ (Winter‐ und Sommersemester 2017/18)
Im Rahmen des zweisemestrigen Lehrforschungsprojektes „Ich und Du. Neue (?) Formen des Zwischenmenschlichen“ (Winter‐ und Sommersemester 2017/18) wurde die Ausstellung „was ist mehr_wert?“ konzipiert, die vom 22.10.2018 bis zum 14.12.2018 in der Universitätsbibliothek der Christian‐Albrechts‐Universität zu sehen war. Die Ausstellung nahm sich des Themas der Kritik an, welche sowohl in der Vergangenheit als auch in der Gegenwart an der Kommerzialisierung der Kieler Woche geübt wurde. Der Blick war stark auf die Gegenbewegungen und die Alternativen zur Kieler Woche gerichtet, etwa den MUDDI Markt und die historische „Kieler Herbstwoche“, als deren symbolische Fortführung die Ausstellung zu verstehen war.

Ausstellungsbroschüre "wert-fragmente"

Bilder zur Ausstellungseröffnung